Schwangerschaft
Die Planung einer Schwangerschaft
Lassen Sie sich kompetent beraten und sprechen Sie schon bei
bestehendem Kinderwunsch mit uns, um sich frühzeitig individuell
auf die anstehende Schwangerschaft vorbereiten zu können.
Viele Risiken können schon vor einer Schwangerschaft erkannt
und meist auch behoben werden. Für den Fall, dass Sie akute
oder chronische Gesundheitsprobleme haben (z.B. Diabetes,
Bluthochdruck, Funktionsstörungen der Schilddrüse oder Erkrankungen
von Herz, Nieren und Leber), sollten Sie dies schon vor der
Schwangerschaft mit uns besprechen.
Dieser Zeitpunkt ist ein guter Anlass, einige schlechte Gewohnheiten
abzulegen und gesünder zu leben. Verzichten Sie schon jetzt auf Nikotin
und schränken Sie zumindest den Konsum von Alkohol ein.
Wegen einer Erkrankung notwendige Medikamente sollten in jedem Fall
genannt werden. Auf Arzneimittel, die nicht unbedingt nötig sind,
sollten Sie jetzt am besten ganz verzichten. Im Rahmen des
Beratungsgespräches kann dann besprochen werden, ob ein Schutz vor
einer möglichen Rötelninfektion besteht. Bei Unsicherheit kann
dieses eine Blutuntersuchung klären. In einigen Fällen ist
dann zunächst eine Impfung sinnvoll. Zur Überprüfung des
allgemeinen Impfschutzes sollte ein bereits vorhandener
Impfpass mitgebracht werden.
Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ganz so, wie
Sie es auch während der Schwangerschaft tun werden. Wenn es um die
Frage geht, was an Mineralstoffen und Vitaminen schon bei Kinderwunsch
beziehungsweise in der Schwangerschaft ratsam ist, so kann man sagen,
dass in jedem Fall frühzeitig, schon bei Kinderwunsch und zumindest
in den ersten 3-4 Monaten die Einnahme von Folsäure (0,4 mg/Tag)
und Jodid (200 Mikrogramm/Tag - sofern keine Schilddrüsenerkrankung
vorliegt), empfehlenswert ist.
Das Jodid sollte auch in der Stillzeit eingenommen werden.
Ausserdem hat sich die prophylaktische Einnahme von Magnesium als
sinnvoll erwiesen. Es sind 300 mg/Tag zu empfehlen, bzw 15 mmol/Tag.
Als orale Verabreichungsform kann dieses problemlos gesteigert werden,
da die einzige Nebenwirkung bei zu hoher Dosierung der Durchfall ist.
Die Substitution mit einem Eisenpräparat ist bei Vorliegen einer
Blutarmut in der Schwangerschaft (Hämoglobinwert, auch Hb abgekürzt,
kleiner gleich 11 g/dl) geboten.
Wann ist eine genetische Beratung notwendig oder sinnvoll?
- In der Familie liegen vererbbare Krankheiten vor
- Geburt eines oder mehrerer Kinder mit einer genetisch bedingten Störung
- Drei oder mehr Fehlgeburten in Folge, ohne dass sich eine Ursache fand
- Blutsverwandtschaft mit dem Partner
Wir werden Sie bei Bedarf über die Möglichkeiten und Grenzen einer solchen
Beratung informieren und Sie, wenn angebracht, an eine humangenetische
Beratungsstelle überweisen.
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