Dr. med.
Vincenzo Bluni

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
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Wechseljahre - Seelischer und körperlicher Umbruch


Themen: Zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig spüren einige Frauen erste Anzeichen der "Wechseljahre", ohne dass es zu bedeutenden körperlichen Beeinträchtigungen kommt. Erst wenn die Eierstöcke ihre Hormonproduktion erheblich reduziert haben, kann das körperliche und seelische Gleichgewicht aus dem gewohnten Takt geraten. In vielen Fällen kommt es nur zu unterschwelligen Erscheinungen dieser hormonellen Kapriolen der Wechseljahre. Im Extremfall dauern sie mehrere Jahre und sind auch nicht immer nur durch eine entsprechende Umstellung der Ernährung und Lebensweise zu bewältigen.

Typische Symptome
Typische Symptome der beginnenden Wechseljahre sind u.a.:
  • Hitzewallungen
  • Unruhe/Angst
  • Herzrasen
  • depressive Verstimmungen und Schlafstörungen
  • Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwächen
  • Stimmungsschwankungen
  • Abnahme des Sexualtriebes
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Harnblasenprobleme
Diese körperlichen und seelischen Veränderungen vom ca. 45. bis zum ca.55. Lebensjahr markieren einen wichtigen Meilenstein. Der Übergang von der fruchtbaren in die permanent unfruchtbare Lebensphase. Sicherlich ist diese Zeit gleichzeitig dadurch charakterisiert, dass im Leben von Frauen sich auch sonst vieles in der Partnerschaft oder im Single-Sein, in der Familie, im Beruf, oder in der Lebensorientierung verändert. Ereignisse, die sich unterstützend oder belastend auf das Befinden auswirken können.

Es sollte sicher klargestellt werden, dass die Wechseljahre keine Krankheit sind. Untersuchungen zeigen, dass etwa ein Drittel der Frauen im Wechsel Beschwerden hat und Unterstützung braucht. Ein Drittel der Frauen bleibt in den Wechseljahren nahezu beschwerdefrei und ein weiteres Drittel spürt geringe Anzeichen des Wechsels.

Wechseljahre stellen auch keinen Mangelzustand, der die medizinische Intervention in Form einer exogenen Hormonzufuhr unmittelbar notwendig macht. In der Mitte des Lebens stellen sich die Sexualhormone um. Für die meisten Frauen bedeutet das, sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch auf einen neuen Lebensabschnitt einzustellen.




Begriffsbestimmungen

  • Prämenopause: Rückgang der Hormonproduktion vor der letzten Regelblutung, jedoch noch ohne typische Beschwerden
  • Menopause: Zeitpunkt der letzten spontanen Periodenblutung
  • Perimenopause: Einsetzen der typischen Beschwerden, Dauer zwei bis vier Jahre nach der letzten Regelblutung
  • Postmenopause: der Zeitraum danach bis etwa zum 65. Lebensjahr
  • Klimakterium: Zeitspanne verminderter Östrogen- und Progesteronproduktion durch die Eierstöcke mit nachlassender Fortpflanzungsfähigkeit (der Eisprung wird seltener) bis zur Phase der ovariellen (Eierstock) Ruhe




  • Vorbeugung & alternative Behandlungsmöglichkeiten
    Wichtige ergänzende und vorbeugende Maßnahmen - alternative Behandlungsmöglichkeiten von Wechseljahrsbeschwerden
  • Verzicht auf Zigaretten, Alkohol und Sonne
    die hierbei entstehenden freien Radikale wirken auf den Körper ein. Diese beeinflussen Reparaturmechanismen in den Zellen. Mit zunehmendem Alter kann die Haut sich gegen solche Angreifer nicht mehr wehren. Dabei verliert sie ihre Elastizität, wird faltig, schlaff und blass.
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
    sie sollte fettarm und ballaststoffreich sein. Viele Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E enthalten. Diese Antioxidantien können die Freien Radikale einfangen und unschädlich machen.
  • Sport, Abbau von Übergewicht, Akupunktur, Massagen
    in vielen Untersuchungen zeigte sich schon durch eine regelmäßige sportliche Betätigung alleine eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden. Der Sport hilft dabei, das Gewicht zu halten und Muskeln aufzubauen und ist somit eine wichtige Prophylaxe der Osteoporose im Alter.
  • Sojaprodukte - Phytoöstrogene
    als alternative Behandlungsmethoden zur Therapie von Hitzewallungen, Schlafstörungen und Schweißausbrüchen kommen u.a. Phytopharmaka wie Soja, Johanniskrautpräparate und Extrakte der Nachtsilberkerze in Betracht. Sojaprodukte zeigen eine östrogenähnliche Wirkung. Bei täglichem Verzehr von etwa 45g Sojamehl für 12 Wochen können Hitzewallungen nachweisbar günstig beeinflusst werden.
  • Pflanzliche Präparate
    pflanzliche Präparate haben sich in vielen Fällen gegen Wechseljahresbeschwerden bewährt. Zu nennen sind hier Cimifuga und Angelica sinesis. Diese haben eine östrogenartige Wirkung. Homöopathisch werden auch Lachesis, Pulsatilla und Sepia verordnet.

    Wichtig: Auch natürliche Hormone und pflanzliche Östrogene sind wirksame chemische Stoffe! Diese isolierten Bestandteile in Tablettenform o.ä. sind zum Großteil noch nicht langzeituntersucht. Sie sind auch nicht als solches harmlos. Langzeitauswirkungen sind zurzeit noch nicht auszuschließen, gerade weil sie östrogenartige Eigenschaften besitzen




  • Die Hormon-Ersatz-Therapie (HRT)
    Ihren Hauptzweck hat die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren in der Linderung der typischen Wechseljahresbeschwerden. Für diesen Einsatz steht zweifelsfrei fest, dass Frauen von der Behandlung profitieren, sofern die vorbeugenden und alternativen Maßnahmen keinen oder nicht den gewünschten Erfolg bringen. Da die Beschwerden meist jedoch nicht nur in der so genannten perimenopausalen Übergangszeit zu finden sind, sondern auch in der Zeit danach, sollte eine Hormonbehandlung wegen dieser Beschwerdesymptomatik hinsichtlich der Behandlungsdauer in regelmäßigen Abständen überdacht werden.

    Unter Berücksichtigung der jeweiligen Symptome und Einschränkungen für diese Therapieform sollte letztendlich die Frau zusammen mit ihrem Arzt entscheiden, ob eine Behandlung für sie in Frage kommt, und wenn ja, welche.



    Der Hormonspiegel in den Wechseljahren

    In den sicherlich meisten Fällen läßt sich im Rahmen des Beratungsgespräches und einer eventuellen Untersuchung bei Ihrem Frauenarzt die Frage beantworten, ob Symptome, wie oben beschrieben, wohl auf das Eintreten der Wechseljahre oder auf andere Ursachen zurückzuführen sind.

    Deshalb ist - auch nach Meinung führender Wissenschaftler auf diesem Gebiet - eine Bestimmung des Hormonspiegels, insbesondere unter schon laufender Hormontherapie, nur selten erforderlich oder sinnvoll.





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